Hochbegabung

Von einer Hochbegabung spricht man, wenn mit einem Intelligenztest ein Intelligenzquotient von 130 oder höher ermittelt wird. Der Normbereich liegt bei einem IQ von 90 – 110. Der IQ wird außerdem noch als so genannter „Prozentrang“ ausgedrückt: Ein IQ von 130 entspricht z.B. einem PR von 98, dies bedeutet, dass nur 2% der Gleichaltrigen in dem absolvierten Test so gut oder besser abschneiden.

Der Anteil von Hochbegabten an der Gesamtbevölkerung liegt bei ca. 2%. „Den Hochbegabten“ gibt es sicherlich nicht – tatsächlich handelt es sich hier keineswegs um eine homogene Gruppe – jedoch gibt es bestimmte Probleme, die gehäuft auftreten können (nicht müssen!): Gerade in der Grundschule, in der das Lerntempo an die schwächeren Schüler angepasst wird, reagieren manche begabte oder hochbegabte Kinder mit Verweigerung oder unangepasstem Verhalten – manche werden albern, unruhig, andere scheinen nur noch vor sich hin zu träumen, gar nicht mehr anwesend zu sein. Gerade für diejenigen, die bereits vor Schuleintritt das Lesen und Schreiben oder Rechnen beherrschen (nicht zwingend ein Kriterium zur Feststellung einer Hochbegabung: Nicht jedes hochbegabte Kind beherrscht diese Fähigkeiten schon vor der Schule – und nicht jedes Kind, welches lesen und schreiben kann, ist hochbegabt!) sind die ständigen Wiederholungen „langweilig“ – sie schalten ab – oder „verlernen“ die ursprünglich beherrschten Fähigkeiten, um sich anzupassen. Die Gefahr besteht, dass sie ihr vorhandenes überdurchschnittliches Potential nicht nutzen, sich zu einem „underachiever“ entwickeln.

Vor allem für Eltern ist es wichtig, genauer zu erfahren, worin die Schwierigkeiten in der Schule begründet sind – denn oftmals sehr ähnliche Symptome müssen vor dem Hintergrund einer eher niedrigen, durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen bis hohen Intelligenz anders interpretiert werden – dies gilt auch für eventuell vorliegende Teil-Leistungsstörungen, also Schwächen in einzelnen Lernbereichen.

Weitere Informationen zum Thema

www.karg-stiftung.de

Ein anerkanntes, standardisiertes Testverfahren gibt hier Gewissheit – und ermöglicht, das Verhalten des Kindes aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Das im Test ermittelte Intelligenzprofil gibt Auskunft über Stärken und Schwächen – also ergeben sich Ansatzpunkte für die weitere Vorgehensweise und Förderung.

Zur Testung erfahren Sie Näheres unter dem Punkt „Diagnostik“

Praxis
Dipl. Psych. Dagmar Kramp

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